The next Google – die Zukunft im Netz.

Die heute verbreiteten Suchmaschinen im Internet arbeiten mit einem einfachen System der Textanalyse. Dabei werden Stichwörter, die auf einer Website vorkommen erkannt und die Seite dann nach diesem Stichwort aufgelistet, sofern ein Internetnutzer nach selbigen sucht. Das führt dazu, dass man bei einer Suchanfrage über eine Suchmaschine immer nur die Ergebnisse bekommt, bei denen das gesuchte Stichwort auch vorkommt. Die gefundenen Ergebnisse werden noch nach Relevanz gelistet. Diese ergibt sich meist aus der Anzahl, bzw. der Qualität der eingehenden Links auf die fragliche Webseite. Für die heutigen technischen Möglichkeiten ist dieses Suchsystem das effektivste, das machbar ist.

Aber es geht noch besser. Nicht nur bei Google arbeiten die Denker an einer Weiterentwicklung der Suchstandards. Die Vision vom Semantic Web steckt in den Hinterköpfen. Das würde bedeuten, dass die Suchmaschinen nicht nur mechanisch den Text analysieren, sondern auch die Inhalte verstehen könnten. Das würde natürlich zu einer Revolution im Internet führen. Gibt man heute bei Google eine Frage ein: z.B. Wer ist der deutsche Bundeskanzler?, dann erhält man eine Liste mit Webseiten, auf denen diese vier Wörter in unbestimmter Reihenfolge vorkommen. Eine expliziete Antwort erhält man nicht. Man muss sich schon selber die gewünschte Information aus den angezeigten Seiten zusammensuchen.

Die Idee der semantischen Suchmaschine impliziert, dass zukünftige Suchmaschinen in der Lage sind, eine solche Frage zu beantworten, indem sie die Inhalte der Webseiten verstehen. Es gibt auch heute schon Websites, die in diese Richtung unterwegs sind. Da ein semantischen Internet heute noch nicht denkbar ist, kann man versuchen, mit den Möglichkeiten des Web 2.0 ähnliche Effekte zu erzielen. Bei neueren Suchmaschinen gehen beispielsweise qualitative Bewertungen und Beschreibungen der Internetnutzer mit in die Anzeige der Suchergebnisse hinein. Was die Suchmaschinen noch nicht von sich aus können, schaffen sie vielleicht mit der Unterstützung der Masse der Nutzer. Beispiele für solche neuartige Suchmaschinen sind Wikiasearch und Gloofi.

Aber auch Google schläft nicht. Neben dem aktuell laufenden Einsatz von menschlichen Quality-Checkern, die Suchergebnisse bewerten, setzt Google auch auf die Entwicklung von neuen Technologien im Suchmaschinensektor. Man darf gespannt sein, wie hier die Zukunft aussieht.

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~ von japablo am Juni 10, 2008.

3 Antworten to “The next Google – die Zukunft im Netz.”

  1. Ein gutes Beispiel könnte auch SEMGAER sein. (http://www.semager.de)

  2. Das ist wirklich ein passendes Beispiel, dankeschön.

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